SID-Musik für die Hosentasche

Es war das Jahr 2010, als ein neues „Gadget“ (zu Deutsch etwa ’nützliches Spielzeug‘) für unterwegs zu begeistern versuchte. Es war der Jakobsweg, einen nahezu nativen SID-Player in möglichst kleiner Bauform zu etablieren. Ähnlich den frühen USB-Sticks mit MP3-Playerfunktion, hier allerdings ohne Display, war der SID-Stick länglich geformt und für Batteriebetrieb vorgesehen.

Ein SID-Stick, ähnlich einem MP3-Player, ward geboren. Und zwar aus etwas, was gar nicht dafür „gedacht“ war. Ein Propeller dient als Gefährt. – was ich da rede?! Also eins nach dem Anderen: Ein Propeller Chip ist eine Art Computer. Nein, eigentlich sind es acht Computer, die immer schön der Reihe nach dran kommen. Und das ist gut so, denn jeder hat das Recht zu sein, wer er ist! Und so darf Einer von ihnen die Micro-SD-Karte auslesen, der Nächste darf die Datei zerpflücken und dem Nächsten zum Verwandeln in Musik schicken. Um das Ganze zu bedienen wacht Einer über die Tasten (Vor, Zurück, Play/Pause). Und die Übrigen erledigen irgendetwas C64-typisches. Zumindest ist das mit der SIDcog-Firmware so. Denn der SID-Stick ist keine dedizierte Hardware, um ausschließlich C64-Musik zu spielen. Er kann viel mehr!

Für die jüngeren Leser (und vielleicht auch eine Leserin) wird sich überhaupt zuerst die Frage stellen, was ein SID eigentlich ist.
SID – Sound Interface Device (also irgendwas mit Musik, wie zuvor schon erwähnt) als:
MOS 6581 – Hersteller und Produktkennung – ein 28-beiniger IC – Audio-Synthesizer
CSG 8580 – Hersteller und Produktkennung – moderne Version des MOS 6581
C64, C128, CBM 610, SX64… – Homecomputer der 80er Jahre in denen der SID steckt

Wie funktioniert der SID-Stick?
Zuerst einmal muss eine Windows-Software gestartet werden, die einem Medienplayer ähnelt. Musikstücke können ausgewählt und abgehört werden. Ist eine Auswahl getroffen, wird die Standard-Titellänge festgelegt. Dann wird jeder Titel in eine .dmp Datei umgewandelt. Die entspricht inhaltlich etwa einem Roh-Datenstrom, der im SID des C64 verarbeitet werden würde. Damit der Propeller MuFuC (Multifunktionschip) sich nicht um die Emulation eines ganzen C64 kümmern muss, ist die Umwandlung der nativen SID-Dateien unumgänglich. Dann wird durch Umbenennen der Dateien eine Abspielreihenfolge erzielt, wobei das alte „8.3 Datei-Format“ gilt. Ab damit auf eine Micro-SD-Karte und rein in den Sid-Stick. Das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen! Lediglich die Lautstärkeregelung verursacht bei meinem Gerät bei geringer Lautstärke komische digitale Störgeräusche. Aber wer hört denn schon SID Musik leise? 😉

Hörbeispiel mehrerer vom SID-Stick gespielter Stücke (Quelle: github 149kBps VBR MP3 6’20“)

Rückschließend auf das geringe Interesse, am SIDcog weiterzuarbeiten, dürfte die geringe Anzahl verkaufter Einheiten sein. Die Dateiumwandlung und unflexible Spielzeitanpassung tun ihr Übriges. Darüber hinaus ist die Software zur Dateiumwandlung in .dmp auch nur für Windows herausgekommen. Der versprochene Apple- und Linux-Port ließ vergebens auf sich warten (oder ich habe ihn nicht gefunden). Mittlerweile wird mit dem SID so stark getrickst, dass zu viele neue Musikstücke mit dem SID-Stick auf der Strecke blieben: Angefangen bei Multispeed-SIDs über Digi-Effekte bis zum Test-Bit und mehrere andere „Schweinereien“. Das alles kann der SIDcog 1.3 für den Parallax Propeller leider nicht.

Es stellt sich nur die (leicht ironische) Frage: Warum zum Henker muss SID-Sound nativ angehört werden? Es gibt da eine Seite wie http://www.6581-8580.com von Stone Oakvalley, auf der alle jemals bekannt gewordenen SID-Musiken als MP3 verfügbar sind. Nunja, leider ist Sampling einer Art Fleischwolf-Hackfleisching ähnlich. Am Ende kommt nur Grütze raus und das hört man sogar mit Lederohren. Zudem ist die Datenbandbreite unverhältnismäßig viel höher. Vergleichsweise, als fuhre jemand mit 60kg Körpergewicht allein in einem 2 Tonnen schweren SUV durch die Gegend. Kann man machen, muss man aber nicht. Und da Vergleiche hinken, einfach schnell wieder vergessen.

Konklu(supervi)sion – Man darf doch wohl noch träumen dürfen 😉
SID-Musik, sprich PSID-Daten über die Austastlücke des TV übertragen oder im RDS-Textstream auf UKW. Als Empfänger natürlich ein C64. Man möchte doch autentischen Sound genießen. Mit VIC-Pfeifen und Lieblings-SID-Revision. Wäre das was..? Nein… nicht masssentauglich genug.
Also zurück zu der SID-Stick Technologie, die da eigentlich den richtigen Weg geht. Da passen auf eine 1GByte Micro-SD Speicherkarte 30.000 SID Musikstücke (grob geschätzt) also fast alle jemals erschienen geglaubten.
Ein findiger Tüftler und Denker (Namen zum Informantenschutz geändert) namens NREKS hat mit mir auf der Bunkerparty 2019 an einer Idee herumgedacht, die mit jedem Modem/Router in einem eigenen, von der herkömmlichen Internet-Nutzung abgegrenzt, funktionieren könnte. Da die Idee noch nicht ausgegoren ist, erstmal Schluss!

Im Nächsten Artikel dann:
T-LAN SID-Stream Receiver/Player

Praxistipp #01 – C64 an Bildschirm

Wie schließt man eigentlich einen C64 an heutige Fernseher an, geht das überhaupt?

Auch bei dem tragbaren SX64 mit eingebauten Monitor stellt sich die Frage, ob dieser zusätzlich an einen großen Monitor/Fernseher/Beamer angeschlossen werden könnte.

Klar geht das!
So einfach, wie auch mit dem C64/C128 über den A/V-Anschluss.
Die Kabel gibt’s zum Beispiel bei polyplay.xyz und Protovision, sowie iComp und Vesalia.

Exklusive Eingabegeräte wie die Lightgun oder der Lightpen funktionieren ausschließlich mit einem Röhrenbildschirm (Monochrom oder Farbe) mit 50 Hertz Bildwiederholfrequenz, da hier die Position durch einen technischen Kniff ausgelesen wird, der bei modernen Anzeigegeräten physikalisch nicht mehr existiert.

Endgerät (TV)einfachherkömmlichunkompliziertbestmöglich
Fernseher (CRT)Antenne (RF)Cinch (FBAS)SCART (FBAS+Y/C*)S-Video (Y/C)
Flachbild (TFT)Antenne (RF)Cinch (FBAS)SCART (FBAS)S-Video (Y/C)
C=Monitor (CRT)./.Cinch (FBAS+Y/C)./.S-Video (Y/C)
Beamer/PVM*²./.Cinch (FBAS)./.S-Video (Y/C)
Scaler (für HDMI)./.Cinch (FBAS)SCART (FBAS)S-Video (Y/C)
Welcher Bildschirm bietet welche Anschlüsse für den C64/C128/SX64
*nicht jedes Endgerät kann das getrennte Farb- und Helligkeitssignal (S-Video) auf SCART auswerten
*²PVM/BVM: Professional Video Monitor / Broadcast Video Monitor BEAMER: kein oder mieser Ton

Insgesamt kann der C64 je einen Fernseher, Monitor und Beamer gleichzeitig analog füttern. Der C128 kann zusätzlich einen weiteren Monitor mit digitalem Bildsignal bedienen. Dem SX64 fehlt zwar die RF-Buchse, dafür kann er parallel zum eingebauten Monitor zwei externe Monitore verarbeiten.

Für Power-Gamer und Demoszener sei angemerkt, dass es bei modernen Bildschirmen und Videoscalern drei negative Effekte zu beobachten gibt:

Anzeigeverzögerung / Lag
Beispiel: https://bl.ocks.org/esjewett/2b188f00eef012507ae3
Aus technisch-physikalischen Gründen bei LCD-/TFT-/OLED-Bildschirmen, sowie Beamern und Videoscalern die nicht wegzuzaubern gehen, zeigt das Bild erst wenige Millisekunden später an, was der Computer verzögerungsfrei ausgibt. Das macht beim Spielen den Eindruck, als wäre der Joystick zu langsam oder der Computer träge. Nur bei 50Hz-Röhrenbildschirmen ist die Ausgabezeit gleich der Anzeigezeit! Klare Empfehlung für einen Commodore-Monitor.

Bewegungsruckler /-unschärfe
Beispiel: https://www.testufo.com/stutter
Der C64 gibt ein für damalige Verhältnisse hochmodernes Videosignal aus, das heutigen Angaben etwa 576/50p entspricht, also ein Bild mit Standard-Auflösung und 4:3 Seitenverhältnis bei vollen 50 Hertz Bildwiederholfrequenz (50 mal pro Sekunde ein neues ganzes Bild). Moderne Bildschirme haben eine viel höhere Auflösung (1080/50p oder gar UHD) und müssen die fehlenden Pixel berechnen. Das kostet Zeit und ist leider bei vielen billigen Geräten nicht fehlerfrei möglich, besonders bei dem nicht ganz normgerechten C64-Videosignal. Der sichtbare Effekt ist, dass Horizontal-Scroller ruckelig oder verwaschen über den Bildschirm rollen.

Streifenbildung / Bildverstümmelung
Ein weiteres Problem stellen Anzeige-Tricks des C64 dar, wo durch Halbbilder erzeugte höhere (Farb-)Auflösung zu einem flimmernden Bild führen, zumindest bei Röhrenbildschirmen. Dieses 576/50i erzeugte Bild (also even/odd wechselnde Bilder, etwa 25 Bilder pro Sekunde aber zeilenversetzt erzeugt) wird von den meisten modernen Bildschirmen falsch interpretiert und flimmerfrei gemacht. Der sichtbare Effekt ist ein streifiges Bild (durch automatisches Deinterlacing bei modernen Bildschirmen), das nicht dem erzeugten Bild des Computers entspricht. Kurzum bleiben die Anzeigetricks des C64 auf der Strecke. Wieder ein klares Plus für Commodore-Monitore!

Genannte Probleme lassen einen dann falsche Rückschlüsse auf den Computer ziehen, der gar nichts dafür kann, dass das Bild so schlecht wirkt. Besser man benutzt einen Bildschirm aus der Zeit, aus der auch der Computer kommt, damit keine Anzeigekonflikte entstehen.

Testaufbau mit einem Commodore CRT Monitor und einem modernen Flachbild-TV:
Eine Hochgeschwindigkeitsaufnahme zeigt die etwas spätere Bildanzeige bei modernen Bildschirmen, während die verzugsfreie Darstellung des Röhrenbildschirm schneller ist.
Das liegt an der digitalen Aufbereitung des Analogsignals. Einige Hersteller bieten beim TFT/LED-TV einen sogenannten Gaming-Mode an. Ist der angewählt, wird das Bild relativ flott dargestellt. Dafür werden aber Bildverbesserungsalgorythmen abgeschaltet. Hier geht der CRT (Cathode Ray Tube = Kathodenstrahlröhre) dennoch als Sieger hervor.

Allerdings zeigen sich im Kehrschluss auch zwei großen Schwächen der Bildröhre:

  • Der zeilenweise Bildaufbau 50 mal pro Sekunde verursacht ein Bildflimmern, das aus den Augenwinkeln leider bemerkbar ist. Direkt auf den Bildschirm geguckt gehts aber.
  • Das hochfrequente Pfeifen eines Röhrenbildschirms, das sich durch die Zeilenfrequenz von 15625 Hertz ergibt und bei guten Ohren leider (noch) hörbar ist. Das vergeht aber mit steigendem Lebensalter, stört also nur Kinder und Jugendliche.

Zusammengefasst:
Nach Verfügbarkeit IMMER einen C64-Monitor nutzen (mit Cinch-Anschlüssen für Y/C). Wenn ein Röhren-Beamer oder CRT-Bildschirm (BVM/PVM) genutzt wird: S-Video! Die besten Ergebnisse liefern alle Trinitron Röhren von Sony, sowie die guten Loewe Fernseher. Sichtgeräte aus dem professionellen Broadcast-Bereich (Fernsehstudio) sind alle super, sei es Panasonic, Barco, Sony, etc..

Der Ton sollte immer in eine Musikanlage (Hi-Fi Stereo) eingespeist werden. Je älter der Verstärker, desto besser der Klang (weil der auch Gleichspannung verstärkt). Ausnahme machen die Fernseher von Sony, Panasonic, Loewe und teilweise Grundig, manchmal auch Philips, da dort vollwertige HiFi-Lautsprecher eingebaut sind, teilweise sogar mit integriertem Subwoofer. Eine Musikanlage braucht dann nur, wer Discolautstärke will. Bei Beamern und PVM/BVM sind hingegen nur Kontroll-Lautsprecher verbaut, die blechern und krächzig klingen.

Alle anderen „Supertipps“ sind nicht das Wahre, also vergiss folgendes:
Hypermoderne 4K-LED-TVs
LCD-Beamer
Scaler und Capture-Devices
HDMI-Converter
MPEG-2-Encoder (DVD-Recorder)
100Hz-CRT-Fernseher
Digitale Videomischpulte

Weiterführende Informationen zu anderen, (noch) nicht alltagstauglichen Anzeigetechniken sind unter https://elektroniktutor.de/technik1.html zu erahnen. Darüber hinaus gibt es die Idee, per Elektroden am Kopf elektronische Bildsignale direkt in das Gehirn zu senden. Da dafür allerdings die Augen rausgeschraubt und Sicherungsautomaten eingeschraubt werden müssen, wurde diese Idee unter grobem Unfug als moralisch nicht mit dem Grumpfgesetz zu vereinbarendem *blasülz-FNÖT*
(Unter freundschaftlichen Verhältnissen hätte ich jetzt vorgeschlagen, diesen Text nicht weiter zu verfolgen, da der C64 IMMER NOCH NICHT ANGESCHLOSSEN ist. Aber unter Umständen kennen wir uns ja gar nicht. Somit sei schlicht gesagt: Ende des Artikels!)

Reparatur eines C=1081 Monitors

ACHTUNG! Hochspannung. Lebensgefahr!
Diese Arbeiten dürfen nur ausgebildete Fachkräfte aus dem Radio- und Fernseh-Handwerk durchführen!!!

Kürzlich erstand der Club einen Commodore Amiga Monitor der Typbezeichnung 1081. Ein beliebtes, weil selteneres Gerät und in der Bucht dreistellig gehandelt, sofern er funktionsfähig und hübsch ist.
Dieses Gerät hier funktioniert leider nicht. Es knistert nur. „Kalte Lötstelle“ wird es einigen sicher durch den Kopf gehen. Dachte ich auch. Pustekuchen! „Reparatur eines C=1081 Monitors“ weiterlesen

SD2IEC – Modul (1.24)

 

** MSD2IEC FÜR C64 / C128 / SX64 **

Das MSD2IEC ist ein klassisches SD2IEC – mit einer Ausnahme: dem EPROM.

Was kann es ?

Hier eine Übersicht :

8KB EPROM

Auf der Platine befindet sich ein 8KB EEPROM, dessen Inhalt das Basic des C64 erweitert.
Hier eine Übersicht der neuen Befehle :
.I            zeigt alle verfügbaren Befehle an
ACT-Drive:X – das aktuell eingestellt Laufwerk“
.Z“           erhöht die Laufwerksnummer
„.X“          verringert die Laufwerksnummer
.B“          ruft den Filebrowser auf
(mit der aktuellen Laufwerksnummer)
.L„<NAME> “ lädt das entsprechende Programm
.M „<NAME>“ “ mounted ein Image oder öffnet ein Verzeichnis
.R“          führt einen Reset aus
.S“           lädt SJLOAD (Schnelllader)
.T „<NAME>“ “ öffnet ein .T64 File und lädt das enthaltene Programm
„.U“ geht ein Directory level nach oben/zurück.
.D“          zeigt das Directory des aktuellen Laufwerks an
„.V“ alternativer show directory befehl (SPACE ZUM PAUSIEREN)

Der „.D“ Befehl

Das Directory wird in 18 Zeilen aufgelistet. Nach Erreichen dieser Zeilen wird automatisch pausiert und es stehen folgende Tasten für Aktionen zur Verfügung :

[V] führt die Ausgabe fort (nächste Seite)
[C] zurückblättern
[Q] beendet die Ausgabe/den Browser
[CR] lädt und startet ein Programm / mounted ein Image / spielt ein SID ab / öffnet ein Verzeichnis/lädt ein .T64 Programm
[CDOWN] bewegt den Cursor runter
[CUP] bewegt den Cursor nach oben
[<] ein Verzeichnis Level nach oben
[^] Root directory
[B] der Cursor verwandelt sich in eine „0“ und zeigt damit die „0“-Option für den SID-Player an (siehe die dazu passenden Infos).
[F1-F7] Laufwerksnummer : 8, 9, 10, 11
[F] Formatiert eine Diskette
[D] Löscht eine Datei

Der Browser des „.D“ Befehls kann auch über einen Joystick in Port 2 gesteuert werden:

up                 = cursor up

down             = cursor down

left                 = previous page

right               = next page

up+left           = dir level up

up+right         = root dir

down+left      = exit browser

fire                  = select/mount/enter dir.

!!! WICHTIG !!!

Der „.D“ Befehl funktioniert nur dann ordnungsgemäß (mit der Anzeige DIR/IMAGE/MUSIC . . .), wenn der Dateiname mit einer passenden Endung versehen wurde.
Für ein Image z. B. „TESTIMAGE.D64“ für Musik „TESTMUKKE.SID“ usw.
Ferner sollte man beachten, dass der gesamte Dateiname 16 Chars (inkl. Endung) nicht überschreitet. Sollten keine Endungen vergeben worden sein, so wird der Verzeichnis-Eintrag als .PRG gewertet.

-VERY SIMPLE SIDPLAYER (VSSP)-

.P„<name>“[0]

Spielt ein .SID (Musik) File ab. Die „Null“ in Klammern ist optional und muss nur angegeben werden, falls ein Musikstück nicht startet. Allerdings (sehr, sehr selten) kommt es auch gelegentlich vor, dass manche Musikstücke trotz der „Null“-Option nicht starten.

Vorhandene Software (sofern Name bekannt bzw. mit Load“$“,8) alternative verwenden (ohne MSD-Browser):

.M„vor dem Eintrag mounted ein .D64 Image, welches dann mit „.D“ angeschaut und mit „.P“ oder „.L“ entsprechend genutzt werden kann.
.L“ vor dem Eintrag lädt das entsprechende Programm (Laufwerksangabe nicht notwendig, das MSD2IEC übernimmt die aktuell eingestellte Laufwerksnummer („.X“ / „.Z“).
.P“ vor dem Eintrag spielt (sofern es sich um ein PSID-File handelt) das Musikstück ab.
.T“  vor dem Eintrag öffnet ein .T64 file und lädt das enthaltene Programm
.F“ formatiert eine Diskette
.Q“ blendet das Eprom aus/schaltet die Erweiterung ab
RUN-STOP während des „Bootvorganges/Resets“ springt direkt in das normale Basic (ohne Erweiterung)
F1 während des „Bootvorganges/Resets“ springt direkt in Filebrowser (.D) und zeigt den Inhalt des Laufwerks mit der Nummer 8.

 

Kann am MSD2IEC ein LCD genutzt werden ?

** Ja- bei dieser Version sind auf der Unterseite die notwendigen Lötpunkte vorgesehen und markiert**

! ACHTUNG ! – ANGEPASSTE FIRMWARE NÖTIG !

 


Bastel – Cevi II

BASTEL – CEVI II

 

Ich stelle hier mein neues Projekt vor (eigentlich sind es sogar zwei) :

 

  1. Ein neu lackierter und umgebauter C64II
  2. Ein internes SD2IEC

        Der C64 wurde geschliffen, grundiert und mit RAl xxx (Lichtgrau) neu lackiert.

Dann wurde ein internes SD2IEC des *CCB* verbaut, Schalter/Taster für Device-Select und SD2IEC-Reset verbaut.

 

Am rechten Rand wurden zwei 3mm LED´S eingesetzt (rot=error/write – grün=reading)

 

Der RF-Modulator wurde entfernt und durch ein passendes Replacement ersetzt – nun steht S-Video zur Verfügung.

An der Klinkenbuchse ist ein Bluetooth-Transmitter angebracht – wireless sound – jay !

 

Ferner wurde hinten noch ein Reset-Taster angebracht.

Noch „schnell“ einen MixSid eingebaut . . . . welcher nach kurzer Zeit aber schon wieder ausgebaut wurde, da er den „Geist“ quittierte.

Es wird nun wieder ein StereoInSid verwendet !

 

Als SD2IEC kam folgendes Model zum Einsatz (Version vom 15.09.2016) :

Der rechte Teil kann abgetrennt werden – dies ist der „Träger“ für den SMD-Sd-Slot.

 

Dinosaurier64

Ausgrabungs-Assistenz: Evil.Joe
Fotos und Recherche: Seanser
Fotos, Text und Co.: Thunder

Unsere aktuelle Errungenschaft, ein Holz-Desktop-C64 mit zwei integrierten Floppy 1541, brachte beim Öffnen des Deckels eine große Überraschung zu Tage: Ein seltenes Ur-C64 Mainboard, das sogenannte KU-Board, kam zum Vorschein. Aber auch andere Gimmicks hielt das Selbstbau-Monster für uns parat.

Investigative Ahnenforschung

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Abseits der Brotkästen dieser Welt liegt ein weiterer unbekannter Stamm der C64 Computer… die modisch abstinente Vereinigung der Selbstbaugehäuse-C64. Dank Hobbykeller und Werkbank wurde dem heiß geliebten C64-Schatz ein luftigeres Domizil beschert. Da kam es nicht so auf VDE-Normen im Sinne der elektrischen Sicherheit an. Doch zu Zeiten des Post-Monopols und ihren gefürchteten Messwagen dachte der besorgte Häuslebauer für den C64 doch zumindest an eine Art der Elektro-Magnetischen Abschirmung der hochfrequenten Störsignale im C64 nach außen. Damit es nicht eines Tages an der Türe schelle und Herren der Deutschen Bundespost Einlass erzwingen würden. Aber auch in modernen Zeiten wie im Jahr 2016 kann die Bundesnetzagentur Messungen zufolge ein schlecht abgeschirmtes Gerät lokalisieren!

Seltener Urahn unter der Lupe

Die C64-Platine KU14194HB von 1982/83 ist einzigartig selten. Sie wurde nur für West-Deutschland hergestellt. Die Videonorm ist PAL, ohne die Möglichkeit auf NTSC umzurüsten. Statt der üblichen ASSY-No. ist lediglich ein KU14194HB zu finden. Auf der Lötseite versteckt ist die Revisionsnummer aufgedruckt. Durch die geringe Auflage und noch weniger verbreiteten Stückzahl wird sie im Gebrauchtmarkt gefühlt mit der Feinunze Gold aufgewogen. Die Joystickports sind stark erhaben. Trotz der runden Strombuchse ist die Blechausstanzung quadratisch. Das typische Brotkastengehäuse trägt (wie übrigens später die ALDI-C64 auch) keine Port-Bezeichnungen. Erste Sparmaßnahmen brachten alte VC20-Tastatur Überbestände in die moderneren C64, die sich die Gehäuseform teilten.

040120162337

Die Besonderheit liegt im Layout:
Mit der Spannungsregelung ist auch das enge Miteinander der CPU und des ROM vollkommen anders als in den folgenden Revisionen 250xxx. Diese zweite sehr seltene Version des C64 bietet erstmals ein getrenntes Farb- und Helligkeitssignal. Mit einem Monitorkabel, welches drei Cinch-Stecker monitorseitig bietet, ist das schärfste und farbenreichste Bild aus dem C64 zu bekommen. Der Grafikchip VIC sitzt gut abgeschirmt in einem Keramik-Gehäuse. Weltweit sind nur etwa 16 Stück in Besitz registriert. Mit unserem sind es nun ~16+1 Stück.
Besonders hohe Gebote finden sich zuweilen in großen Internet-Auktionshäusern:
Am 5.9.2015 um 21:45 wurde ein KU-14194HB UR-C64 in GB für £230.00 ersteigert.

Unsere Bilder-Slideshow[URIS id=1617]

Weitere Technik-Interna:

[wc_accordion collapse=“1″ leaveopen=“0″ layout=“box“]

[wc_accordion_section title=“Verbaute ICs“]

PCB Identifier Chip Number Remarks Memory Location/bit
U1 6526 CIA 1 $DC00-$DCFF
U2 6526 CIA 2 $DD00-$DDFF
U3 2364 Basic ROM $A000-$BFFF
U4 2364 Kernal ROM $E000-$FFFF
U5 2332 Character ROM $D000-$DFFF
U6 2114L-30 SRAM 1Kx4 $D800-$DBFF
U7 6510 CPU
U8 7406 Logic NOT (Hex Inverter)
U9 4164 DRAM 64Kx1 D1
U10 4164 DRAM 64Kx1 D3
U11 4164 DRAM 64Kx1 D5
U12 4164 DRAM 64Kx1 D7
U13 74LS257 Multiplexor
U14 74LS258 Multiplexor
U15 74LS139 Demultiplexor
U16 4066 Quad Bilateral Switch
U17 82S100 / 906114-01 PLA
U18 6581 SID $D400-$D7FF
U19 6567 (NTSC)/6569 (PAL) VIC-II $D000-$D3FF
U20 LM556 Dual Timer
U21 4164 DRAM 64Kx1 D0
U22 4164 DRAM 64Kx1 D2
U23 4164 DRAM 64Kx1 D4
U24 4164 DRAM 64Kx1 D6
U25 74LS257 Multiplexor
U26 74LS373 Multiplexor
U27 74LS08 Logic AND
U28 4066 Quad Bilateral Switch
U29 74LS74 Logic NOR (Divider)
U30 74LS193 Binary Counter
U31 74LS629 Oscillator
U32 MC4044 Logic (Phase Detector)
                        

Tabelle aus http://cbmhardware.de entnommen.

[/wc_accordion_section]

[wc_accordion_section title=“Übersicht der Rev.“]

Jahr ASSY Revision(en) C64
1982 326298 6,A,B,C A
1982/83 KU14194HB keine offizielle Version
1983 250407 A,B,C A-CR
1984 250425 A,B B
1985 250441 B-2
1986 250466 B-3
1987 250469 3,4,A,B E

Tabelle aus http://cbmhardware.de entnommen, nicht verlinkte Boards sind sehr selten![/wc_accordion_section]

[wc_accordion_section title=“externe Links“]

Zwei externe Links zeigen und beschreiben die Besonderheiten:
http://myoldcomputer.nl/wp-content/uploads/2015/11/KU-14194HB.jpg
http://www.retroport.de/resources/Ur_C64_12_Retroport+$28Large$29.JPG

[/wc_accordion_section]

[/wc_accordion]

Im Schönheits-Salon

So ein frisch ausgegrabener Fund weist so seine Patina auf. Da uns der Staub vergangener Tage aber wenig interessiert, bekommt unser neuer Liebling eine erfrischende Jungbrunnenkur verpasst. 070120162343Die Tastatur ist keine herkömmliche C64-Tastatur von der Stange. Zwei zusätzliche Funktionstasten und ein Ziffernblock mit Hexadezimal-Tasten (A-F, 0-9) erweist uns die Ehre. Einem Urwald ähnelnd verbinden auf der Unterseite einige Fädeldrähte mit Lackisolierung die Tastaturmatrix. Scheinbar eine Abart früher PET Computer, denn der Tastaturstecker ist aus einem Guss und mit Commodore-Schriftzug versehen.

070120162364

Nach der Waschstraße für patinöse Patienten sieht
die Tastatur wieder aus wie frisch aus dem Werk.

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Vor Wiedereinbau der Tastatur wird der hölzerne Tastaturrahmen mit Holzöl behandelt. Das gibt neuen Glanz und Widerstandsfähigkeit gegen moderne Umwelteinflüsse. Schokolade beschmierte Finger dürften so keinen größeren Schaden mehr anrichten.

Weitere Informationen können gern bei uns angefragt werden.
Sicher wird es einen weiteren Bericht / Ergänzung geben.

Kommentare sind wie immer sehr willkommen. 🙂

Beste Grüße, euer Seanser, Evil.Joe und Thunder.

Anhang: KU-14194HB Board Mit 74LS14B1