Jugend forscht (oder: wie bekomme ich den Joystick kaputt)

Es ist immer schön, wenn sich die „Jugend“ für die „alten Sachen“ interessiert !!
Und wie ich nun feststellen konnte hat der C64 zwei weitere Anhänger gefunden.

Pitstop und SuperCycle in action !

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Die aus der Faszination an „alten Computern“ – bzw. das Spielen an diesen – resultierte in einen interessanten Verschleiss an Joysticks.
Es war nett mit anzusehen, wie die Jugend den gesamten Joystick bewegt  und die Spielfigur stehenbleibt.

– it´s not a Wiimote !-

 

Es blieb mir daher nichts anderes übrig, als einen Joystick zusammenzubauen, welcher der „Belastung“ standhält.

 

Hier das Resultat:

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Der sollte erstmal eine Weile halten 🙂

2000 Euro C64-Anlage

Genau 33 Jahre ist der C64 jetzt alt. Eine Schnapszahl, die zu Trinkspruchanekdoten verführt. 33 Jahre schlechtestes BASIC der Heimcomputer-Ära. 33 Jahre langsamstes Diskettenlaufwerk der Welt. Aber auch 33 Jahre Erinnerung an die Kindheit, das erste selbstgeschriebene Programm, die ersten Highscores und zerbrochenen Joysticks. Dieser Lebensabschnitt ist unbezahlbar. Wie wäre es, das wieder zu bekommen… Auch unbezahlbar?

Ein möglicher Kassenbon aus dem Jahr 1982 könnte so aussehen:

Commodore 64 Heimcomputer 1395 DM
Commodore 1541 Diskettenlaufwerk 1898 DM
Summe: 3293 DM

Bei einem Monatslohn von damals umgerechnet ~ 900 Euro also kein Pappenstiel.

2015 ist der damalige Kaufpreis für ein Prestigeobjekt (C64, nicht Apple!) also gar nicht mal so hoch. Das Beste kommt aber jetzt: Der SX64, das iPad der 80’er Jahre… naja viel mehr der Schlepptop unter den mobilen Computern. Seine Tastatur war nach Gebrauch einer weiteren Funktion vorgesehen: Dem Deckel zum Schutz des eingebauten Farb-Bildschirmes und 170kB Diskettenlaufwerks. Der Griff am SX64 diente nach dem Transport in das Café International zum Ankippen des Computers.

SX64 transportbereit
SX64 transportbereit (Quelle: C64-Wiki.de)
SX64 betriebsbereit (Quelle: C64-Wiki.de)
SX64 betriebsbereit (Quelle: C64-Wiki.de)

 

 

 

 

 

 

Zur Markteinführung 1983 war der SX64 (C64 Executable) mit 10.000 US$ nicht dem Spielerkreis angedacht. Der sportliche Geschäftsmann sollte am Pool seine „Excel Tabellen“ und „Word Dokumente“ bearbeiten können. Platz für seine Geschäftsbriefe fand sich in der „storage“, dem Kunststoff-Fach über dem eingebauten Diskettenlaufwerk. Die Disketten passten hier nur längs mit der Diskettenhülle seitlich in das Fach. Wenn sie breit, wie in das Laufwerk eingeschoben, in Einschubrichtung sowie dem Papiertütchen ein’lagert‘ wurden, bogen sie sich durch. Das Fach war dafür zu schmal.
Oh, eine schöne Frau im Bikini!

Sind das nicht auch heute noch gute Argumente für eine Anschaffung?
Geld! Erfolg! Frauen! Ansehen!
Wenn das keine 2000 Euro wert ist,
sich noch einmal einen fabrikneuen oder New Old Stock SX64 anzuschaffen!

Endlich mobil sein, Metal Dust auf der Super CPU spielen:

2000 Euro C64

Mein „Bastel-C64“

Stelle hier mal meinen „Bastel-C64“ vor. Das Gehäuse war seinerzeit schon mehr als „fertig“ und in dem Bereich, in welchem das LCD des SD2IEC sitzt gebrochen.

Habe daher ein paar Umbauten vorgenommen :

  • Einbau eines StereoINsid (dank an Thunder.Bird).
  • „Umleitung“ des Videosignals auf Chinch
  • SD2IEC integriert
  • Gehäuse geschliffen, grundiert, lackiert (und zum Schluss 2x Klarlack drauf) – ist jetzt nicht soooo optimal geworden, aber dennoch brauchbar

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  • Kühlkörper + kleinen Lüfter eingebaut
  • Schalter um SD2IEC abzuschalten integriert
  • Gehäuse neu lackiert und bearbeitet
  • Blaue LED (ultrahell) eingebaut

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